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Krakau: schönste Stadt Polens

aktualisiert am 8.5.2022

Ich habe nicht alle bekannten Städte Polens gesehen. In meiner Liste fehlen z. B. Warschau, Kattowitz, Breslau und Lodz. Aber viel schöner als Krakau (poln. Kraków) können diese auch nicht sein. Und gegen Danzig, Thorn und Stettin kann Krakau, die Stadt an der Weichsel, auf jeden Fall bestehen. Von daher scheint mir der Untertitel "schönste Stadt Polens" gerechtfertigt zu sein. Wir besuchten Krakau und Auschwitz im September 2019.

Krakau war im Mittelalter die Hauptstadt Polens und blieb im II. Weltkrieg weitgehend von Zerstörungen verschont. Daher konnte das historische Zentrum der Stadt 1978 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen werden.

Die Tuchhallen auf dem Hauptmarkt Die Tuchhallen auf dem Hauptmarkt © 2019 KopfsplitterFoto

Mittelpunkt und touristische Sehenswürdigkeit Nummer 1 Krakaus ist zweifellos der Marktplatz, der bereits im 13. Jahrhundert angelegt wurde. Einer der größten Plätze Europas misst 200 x 200 Meter, was eine Fläche von 40.000 Quadratmetern ergibt. Hier sind gleich mehrere Bauwerke zu bewundern: die Tuchhallen (Gewandhaus), die Marienkirche, der alte Rathausturm, die St. Adalbert-Kirche und viele prachtvolle Häuser aus dem Mittelalter.

Marienkirche auf dem Hauptmarkt von Krakau Marienkirche © 2019 KopfsplitterFoto

Die Marienkirche ist die wichtigste Krakauer Kirche. Das markante dreischiffige Gotteshaus besitzt zwei unterschiedliche Türme. Der höhere der beiden ist mit seinem spitzen Dach 81 m hoch. Der niedrigere misst 69 m und beherbergt das mittelalterliche Geläut.
Im höheren Turm befindet sich die Türmerstube. Jede Stunde bläst der Türmer das Signal "Hejnał" in alle vier Richtungen. Das Signal bricht mitten im Spiel ab und soll damit nach einer Legende an einen Angriff von 1241 erinnern, bei dem der damalige Trompeter während des Blasens des Alarmsignals von einem Pfeil getötet wurde. Hochaltar von Veit Stoß in der Marienkirche Hochaltar von Veit Stoß in der Marienkirche
Der Hochaltar von Veit Stoß aus dem 15. Jahrhundert ist das wertvollste Kunstwerk der Kirche.

Marienkirche auf dem Hauptmarkt von Krakau Marienkirche auf dem Hauptmarkt von Krakau Marienkirche © 2019 KopfsplitterFoto

Decken und Wände der Basilika sind in wunderschönen Farben gestrichen und bieten einen prachtvollen Anblick.

Rathausturm auf dem Hauptmarkt von Krakau Skulptur Gebundener Eros auf dem Hauptmarkt von Krakau - Rathausturm
- Skulptur Gebundener Eros
© 2019 KopfsplitterFoto

Der Rathausturm ist ein Überbleibsel des alten Krakauer Rathauses, welches 1820 wegen Baufälligkeit abgerissen wurde. Das im 14. Jahrhundert parallel zu den Tuchhallen errichtete Gebäude war früher Sitz des Bürgermeisters und der Stadtverwaltung. Im Keller befanden sich damals auch eine Folterkammer und ein Gefängnis. Der 70 m hohe Turm neigte sich infolge eines Sturms im Jahre 1703 um einen halben Meter. Trotzdem kann der Turm betreten werden, denn u. a. hat das Historische Museum der Stadt seinen Platz darin gefunden.
Vor dem Rathausturm ist die begehbare Bronzestatue "Gebundener Eros" von Igor Mitoraj platziert.

Gebäude am Hauptmarkt Nr. 16 Adalbert-Kirche auf dem Hauptmarkt von Krakau - Hauptmarkt Nr. 16
- Adalbert-Kirche
© 2019 KopfsplitterFoto

Rund um den Hauptmarkt können viele großartige Häuser bestaunt werden.
Die Adalbert-Kirche ist wahrscheinlich das kleinste katholische Gotteshaus Krakaus und dem Bischof und Märtyrer Adalbert von Prag geweiht.

Florianstor und Stadtmauer von Krakau Das Florianstor mit Stadtmauer © 2019 KopfsplitterFoto

Das Florianstor ist das letzte erhaltene Stadttor (von insgesamt sieben) der Krakauer Stadtmauer und war früher mit dem vorgelagerten Barbakan, einem Festungsbauwerk, verbunden. Der Barbakan konnte nie bezwungen werden und überstand im 19. Jahrhundert zusammen mit dem Florianstor sogar den Abriss der Stadtmauer. Auf der Stadtseite zeigen und verkaufen Künstler ihre Werke. Von hier aus führt die Floriańska, eine der ältesten Straßen der Stadt mit teils prächtigen Häusern, bis zum Hauptmarkt.

Barbakan von Krakau Der Barbakan © 2019 KopfsplitterFoto

Als Barbakan wird eine vorgelagerte Festungsanlage in Form einer runden Bastei bezeichnet, welche den Zugang zu einer Burg oder das Tor einer Stadtmauer schützt. Der Barbakan in Krakau ist der größte erhaltene Barbakan in Europa. Das Bauwerk wurde am Ende des 15. Jahrhunderts als Schutz für das Florianstor errichtet, dem wichtigsten Durchgang der Stadtmauer. Die Anlage war einstmals von einem Wassergraben umgeben.

Wawel von Krakau Der Wawel © 2019 KopfsplitterFoto

Der Wawel ist ein Hügel, der sich hoch über dem Ufer der Weichsel am Rande der Altstadt erhebt. Auf ihm befindet sich die gleichnamige Burganlage der ehemaligen Residenz der polnischen Könige mit dem Schloss und der Kathedrale. In der Zeit der deutschen Besetzung war der Wawel Sitz des Generalgouverneurs Hans Frank. Größere Zerstörungen gab es nicht, auch wenn viele wertvolle Kunstschätze geraubt wurden.

Kirche Peter und Paul Augustinerkirche - Kirche Peter und Paul
- Augustinerkirche
© 2019 KopfsplitterFoto

Die Peter-und-Paul-Kirche mit den zwölf Apostel-Statuen wurde am Anfang des 17. Jahrhunderts vom Jesuitenorden fertiggestellt.
Die Augustinerkirche wurde von Kasimir dem Großen für den Augustiner-Orden gestiftet und 1378 eingeweiht.

Krakau: Swietego Tomasza Krakau: Radziwillowska 25 - Swietego Tomasza
- Radziwillowska Nr. 25
© 2019 KopfsplitterFoto

Morbider Charme von Krakauer Altbauten, die an Berlin erinnern.

Slowacki-Theater von Krakau Slowacki-Theater © 2019 KopfsplitterFoto

Das Slowacki-Theater ist eine der bedeutendsten Bühnen Polens und zählt zu den bemerkenswertesten Theaterbauten in Europa. Das Gebäude wurde 1891 bis 1893 nach dem Vorbild der Pariser Oper an der Stelle des abgerissenen Heiliggeistklosters errichtet. 1909 wurde das Haus nach dem polnischen Dichterfürsten Juliusz Słowacki zu dessen hundertjährigem Geburtstag benannt.

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